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Einer
kraftschlüssigen Tragfähigkeit kann durch CAN-Dübelung
wieder hergestellt werden. Dazu wird der Riss
frei geklopft. Im Abstand von etwa 20 cm werden
in den Riss Löcher gebohrt, in die Dübel, z.B.
aus Buchen-Rundholz, eingeschlgen werden. Auch Beton und Mauerwerk sind elastisch
(Elastizitätsmodul ca. 30.000 N/mm² ). Je
schwerer der Dübel einzuschlagen ist, desto
besser ist die Kraftschlüssigkeit.
Der Dübel muss etwas größer
sein als die Bohrung, damit er sehr fest sitzt.
Er soll etwas tiefer als die Außenfläche
versenkt versenkt. Danach kann der Riss mit ganz
normalem Mörtel ! oder in trockenen Innenräumen
mit Gips verputzt werden.
Bei Mauerwerk kann der Dübel z.B.
2/3 der Wanddicke und weniger betragen, um ein
Abplatzen des Putzes auf der Gegenseite zu
verhindern.
Bei waagerechten Rissen
stützen die Dübel nun wieder das Mauerwerk. Das
gilt auch für senkrechte und unregelmäßige
Risse, aber hier sind die seitlichen Kräfte zu
beachten, damit beim Einschlagen, besonders in
Nähe einer Mauerkante, keine Spaltung statt
Kraftschluss entsteht.
Mit der genannten Methode
wurden durch Gipsmarken kontrollierte Risse über
30 Jahre stabilisiert. Die Möglichkeit zu
untersuchen, ob sie auch 100 Jahre halten, war
dem Erfinder nicht gegeben.
Die Breite von Rissen ist,
besonders bei lehmhaltigen Gründungen, oft
jahreszeitlich veränderlich. Wenn bemerkt wurde,
dass das Mauerwerk in diesem Sinne arbeitet, soll
die Maßnahme dann durchgeführt werden, wenn der
Riss besonders breit scheint.

Für große Bohrungen von
mehr als 20 mm sind
Metalldübel auf
dem Markt. Viergeteilte Dübel müssen
allseitig fassen. Nötigenenfalls ist
eine Fuge im Mauerwerk einige Tage vorher
mit fettem Mörtel zu verfüllen.
Überstehende Schraubenköpfe müssen
abgeflext werden. Keile sind für
Mauerwerk ungeeignet. Allermeißt reichen
von Rundholzstäben aus dem Baumarkt
maßgerecht abgesägte Dübel. Für
Platten in Innenräumen genügen kleine
Holzdübel oder -keile oder Metallkeile.
Kunststoffdübel sind ungeeignet. |
Bei Spalten zwischen
Spanplatten genügen die käuflichen Dübel aus
Pressholz. Zu tapezierende Spanplatteten werden
am besten schon nach deren Verlegung gedübelt,
selbst wenn dabei der Spalt etwas größer wird.
Eine Tapete verdeckt den Spalt beim Trocknen ohne
Falte, wenn die Platten plan verlegt sind.
Auch mächtige Außenmauern
können mit entsprechenden Dübeln stabilisiert
werden, Wegen statischer Nebenwirkungen sollte zu
mindest bei großen Gebäuden ein Statiker
hinzugezogen werden. Gegebenenfalls sind hier
Stahldübel zu verwenden. Bei der Verwendung von
Holz in Außenmauern ist eine Imprägnierung
gegen Fäulnis zu empfehlen aber auch Hartholz
widersteht recht lange einer Schädigung, wenn es
überputzt ist.
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Das
Wort Setzriss bedeutet, dass nach dem
Setzen normalerweise Ruhe ist.
Wenn bei Bauten eine weitere
Senkung des Fundaments
gleichmäßig stattfindet, muss
nicht zwangsläufig mit Rissen
gerechnet werden. Deshalb sollte
eine Fundamentverstärkung nicht
vor den oben genannten Maßnahmen
durchgeführt werden. Oft macht
es wenig Sinn, das Fundament nur
an der Stelle zu verstärken, an
der die Absenkung am größten
ist, da hierdurch erst recht eine
Unsymmetrie entstehen kann. Erst
wenn alles nicht langfristig
hilft, kann an so etwas gedacht
werden. Wenn aber eine teure
gleichtragende Fundamentverstärkung erforderlich ist, kann
das nur durch ein spezalisiertes
Unternehmen erfolgen. Das
Fundament des Schiefen Turms
von Pisa hatte sich
nach kurzer Zeit gesetzt, wobei
er in Schieflage geriet. Dann
dauerte es 800 Jahre, bis eine
Sanierung notwendig wurde. |
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Dr.-Ing. C.-A. Neinens, Hamburg
( CAN)
18.6.2010
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