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Mit der Lampe hinters Licht geführt

Richtig ist: Neue Stromsparlampen verbrauchen bei gleicher Lichtleistung nur 20% Strom gegenüber Glühlampen.

Seit September 2009 verbietet die EU schrittweise Glühlampen und ab 2012 dann praktisch alle Glühlampen (ab 7 Watt).
Können die Volksvertreter in Brüssel nicht rechnen?
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Der Stromverbrauch beträgt im Haushalt für Beleuchtung etwa15 % . Davon können maximal 80% gespart werden, bleiben 12 % .
Im Winterhalbjahr kommt jede Wärmeabgabe durch Elektrogeräte der automatischen Regelung der Raumwärme zugute. Das gilt auch für die Beleuchtung. Bleiben also weniger als 5%, da im Sommer weniger Licht brennt.

Da 45 % des Stroms nicht aus fossilen Energiequellen stammt, bleiben für die Minderung des CO2-Ausstoßes durch Sparlampenweniger im Haushalt 3% .


Dieses bezieht sich auf die elekrische Energie.

Beim gesamten Verbrauch an Primärenergie entfallen im Haushalt 70 % auf fossiele Heizung, Bleiben also 0,9 % für die Ersparnis durch Sparlampen im Haushalt.

Für Licht sind noch 20 % für bereits vorhandene Leuchtstofflampen abzuziehen, bleiben 0,7 % .

Bezogen auf die gesamte fossile Primärenergie verbrauchen die Haushalte weniger als 1/4. Bleiben als CO2-Effekt in Deutschland um die 0,18 % des CO2-Ausstoßes.

Das ist auf den weltweiten Effekt bezogen davon etwa 1/30, also rund 0,006 % oder anders ausgedrückt: Durch Sparlampen in Deutschland wird der siebzehntausendste Teil (1/17000) des weltweiten CO2-Ausstoßes eingespart.

Selbst wenn die größeren Industriestaaten in der Welt mitmachen würden, reduzierte das vielleicht den weltweiten CO2-Ausstoß um ein Tausendstel. Der CO2-Gehalt der Luft liegt bei
385 ppm
mit einem jährlichen anthropogenen Anteil von 2 ppm. Durch Sparlampen kann dies verringert werden um
0,002 ppm


Dennoch, mit Rücksicht auf die Haushaltskasse sollte man mancherorts durchaus Energiesparlampen einsetzen. Für die Umwelt aber bringt das so gut wie nichts.

Wer meinen Zahlen nicht traut, soll sie durch die seinigen ersetzen. Am Sinn der Sache wird sich dadurch nichts ändern.


Außerdem:

Nur ein geringer Teil der ausgedienten Sparlampen wird zur Zeit umweltgerecht entsorgt.

Energiesparlampen enthalten Quecksilber und andere Schadstoffe. Letzteres gilt auch für die Zündelektronik.
Die Abgabe am Recycling-Hof bedeutet nicht, dass die Schadstoffe von der Erde verschwunden sind.

Glühlampen enthalten keine Umweltgifte. Auch ihre Herstellung ist weit umweltfreundlicher als die von Sparlampen. Besonders lässt deren Import keine hinreichende Kontrolle zu.

Als Erstes werden seit September 2009 mattierte Lampen ab 100 Watt verboten.
Klarglas-Lampen sind unangenehm für die Augen. Das kann durch Abdeckungen behoben werden. Die Lichtausbeute wird dadurch geringer. Oder sollen auch Lampenschirme verboten werden ?
Abdeckungen von Leuchtstofflampen vermindern natürlich auch die Lichtausbeute.

Gegenüber Glühlampen haben Leuchtstofflampen einen Anteil an schädlicher UV-Strahlung. Das ist bei Glühlampen nicht der Fall.

Da Glühlampen mit niedrigerer Leistung erst später ausscheiden sollen, kann man davon mehrere einsetzen. Für insgesamt gleiche Leistung sinkt ebenfalls die Lichtausbeute.

Der Zwang zu Sparlampen wird einen angenehmen Einfluss auf den Preis haben, aber das verführt zum Kauf höherer Leistungen

In der Aufwärmphase ist die Lichtausbeute nicht besonders groß. Deshalb wird, wer es sich leisten kann, in Räumen, in denen man nach dem Einschalten mehr Helligkeit erwartet, Leuchtstofflampen mit höherer Leistung verwenden und somit keine 80% sparen.

Die Lichtausbeute von Leuchtststofflampen sinkt mit der Zeit ab. Das kann am Ende bis zu 50% betragen. Dann stimmt das mit den 80% Stromersparnis gegenüber Glühlampen schon lange nicht mehr.

Kurzes Ein- und Ausschalten verkürzt die Lebensdauer.

Vorläufig sind Sparlampen noch weit teurer als Glühlampen. Für kleine Leuchten, wie Nachttischlampen, gilt auch das Argument mit der Haushaltskasse nicht, denn die Stromersparnis macht sich nie bezahlt.

Das alles ist bei der obigen Rechnung zum Klimaeffekt nicht berücksichtigt.

Das Argument, man solle sich in der Sparsamkeit beim Verbrauch von Strom üben, da komme es nicht auf die Höhe des Erfolges an, ist sehr rücksichtslos gedacht:

Das Verbot von Glühlampen ist unsozial. Geringverdienende können sich die teureren Lampen und bei Ausfall von Lampen einen schnellen Ersatz kaum mehr leisten.

Mit Umweltschutz hat das Alles nichts zu tun.



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Hier mehr zu den Mängeln von Klimarechnungen

 
Nach Archimedes

Wenn ich mich in die Badewanne setze, steigt das Wasser um 25 cm. Wenn ein Schiff zu Wasser gelassen wird, steigt der Meeresspiegel.
Das Trockendock von Blohm&Voss in Hamburg fasst 240 000 t Wasser. Wenn ein Schiff eingedockt wird, steigt oder fällt der Meeresspiegel ?

Der jährliche Anstieg des Meeres durch den CO2-Ausstoß wird je nach Tendenz des "Wissenschaftlers" mit 1 bis 15 mm angegeben. Die Weltmeere haben eine Oberfläche von 150 Millionen qkm = 150.000.000.000.000 qm.
1 mm Anstieg entspricht einem Volumen von 150.000.000.000 cbm Wasser. Wenn Sparlampen den jährlichen CO2-Ausstoß um 1/1000 mindern, dann wird das Volumen des Meeres jählich um ca. 150.000.000 cbm weniger ansteigen, also um

0,001 bis 0,015 mm

Bei einer jährlichen Zunahme der weltweiten Schiffstonnage um 200 Millionen Tonnen (Wasserverdrängung) steigt der Meeresspiegel um
0,0013 mm
Im Durchschnitt wird täglich eine Tonnage von 500000 Tonnen zu Wasser gelassen. Das sind vergleichsweise
2 Schiffe von 250 000 Tonnen.
Das entspricht dem zweimaligen Inhalt des Trockendocks von Blohm&Voss
oder der etwa
gleichen Wirkung von Sparlampen.

Übrigens gilt das nur, wenn die rechts steheneden Einschränkungen ignoriert werden und alle Industrienationen mitmachen. Sonst handelt es sich um kleinere Schiffe.

Selbst wenn man ausgefallenen Prognosen von "Wissenschaftlern" folgt, bringt der Einsatz von Sparlampen in 10 Jahren einen Einfluss auf die Meereshöhe von 0,1 mm.
Das ist so viel wie die Dicke eines
DIN-A4-Blattes.

Das sind die Größenordnungen,
von denen zu reden ist !

Noch Fragen ?


Autor

Dr.-Ing. Carl-August Neinens
Hamburg





www.neinens.de

Übrigens

Ein besonderes Kapitel ist noch die Verzerrung der sinusförmigen Netzspannung durch Oberwellen im Lampenstrom und die technische Problematik von Zündelektronik und Dimmern. Es gibt zwar Dimmer, die einen nahezu sinusförmigen (zerhackten) Strom bewirken, dafür aber einen, auf die Lichtleistung bezogenen, schlechten Wirkungsgrad besitzen und höherfrequente Störungen verursachen. Ebenfalls sind die durch Blindströme verursachten Wirkungen nicht behandelt. Da das Verständnis für diese Probleme elektrotechnisches Fachwissen erfordert, werden diese Fragen hier nicht vertieft.

Einen durch die Abstrahlung hochfrequenter elektromagnetischer Felder verursachten Elektrosmog gegen Leuchtstofflampen ins Feld zu führen, soll denen überlassen bleiben, die an gesundheitlich schädliche Wirkungen von Elektrosmog glauben.




Die Entwicklung von Sparlampen wird die Einschalthelligkeit verbessern. Aber bis dahin werden die meisten Sparlampen bereits gekauft worden sein.
Die weitere Entwicklung geht in die Richtung von Halbleiterelementen wie LED-Leuchtmitteln (Leuchtdioden). Diese sind auf dem Markt bereits zu bekommen aber für den Haushalt zur Zeit noch unerschwinglich. Die geringe Leuchtkraft (in Lumen) und Stromersparnis rechtfertigen den Kaufpreis nicht. Die Zukunft wird die Rentabilität verbessern. In der KFZ-Technik zeigt diese Technik bereits brauchbare Resultate. Einen wirksamen Einfluss auf den Klimawandel wird das jedoch alles nicht haben.



Witz

Für den Fall, dass auch bei Taschenlampen Strom gespart werden soll, habe ich mir eine Solar-Taschenlampe gekauft.
Die leuchtet, wenn die Sonne darauf scheint.



Kein Witz
"Warum hast du so viele Glühbirnen gehamstert?"
"Weil ich als Umweltschützer nicht so viel Müll hinterlassen will"